Drei Tage Springsport unter besten Bedingungen

Am vergangenen Wochenende fand das große Springturnier des Reit- und Fahrvereins Rindelbach statt. Die erschwerten Bedingungen durch die Coronapandemie, die durch Einlasskontrollen, Absperrbänder und Gesichtsmasken überall sichtbar waren, konnten dem Springsport nichts anhaben.

Foto: Nadine Pauls

Schon im letzten Jahr entschied der 43-jährige Unternehmer Mario Walter den Großen Preis von Rindelbach für sich. Und auch an diesem Wochenende war der Killinger nicht zu schlagen. Nachdem er bereits am Freitag und Samstag die jeweils schwersten Springen des Tages für sich entschied, war er auch am Sonntag die Nummer eins. Seinen Württemberger Quindeur wendete der Top-Springreiter in der entscheidenden Siegerrunde wie auf dem Teller.

Dahinter reihten sich mit Maximilian Ziegler und Clarissa sowie Horse Gym’s Landinos unter Clement Dagobert Gäste aus Bayern und Frankreich ein. Auch Ramona Kunze behielt eine weiße Weste. Ihre neunjährige Catoki-Tochter ist in großer Form.

Foto: Nadine Pauls

Nach Jagstzell Anfang August fanden sich die besten Amateure aus Baden-Württemberg am Sonntag im Parcours von Rindelbach zur zweiten Qualifikation zur Deutschen Amateur-Meisterschaft im Springen zusammen. Und wieder setzte sich Auftaktsieger Constantin Sorg durch. Sein Casillas, Württemberger von Cachas x Cento aus eigener Zucht, lief weder im Umlauf noch im Stechen des S*-Springens Gefahr, einen Fehler zu machen. Mit kalkuliertem Risiko steuerte Sorg – wie schon in Jagstzell – sein Erfolgspferd zum Sieg.

Hinter Sorg reihten sich drei starke Amazonen ein. Neben Sandra Deufel und Belle Petite sowie Katharina Kölz mit Acajou du Theillet auf den Plätzen zwei und drei machte auch Kerstin Carstensen mit Calippa einen guten Job.

Foto: Nadine Pauls

Mit drei Qualifikationen und dem Finale in Ladenburg Anfang Oktober ist es eine kurze Saison für die Junioren-Springreiter des Landes im Burg-Pokal. Doch beim Auftakt in Rindelbach war die Dankbarkeit förmlich spürbar, dass die beliebte Nürnberger-Serie überhaupt ausgetragen wird. Mit sportlich starken Leistungen starteten die U18-Reiter im Ostalbkreis. Allen voran drehte Anna-Lena Kölz eine lehrbuch-reife Runde. Die Fünfte des letztjährigen Finales in der Stuttgarter Schleyer-Halle brachte ihr Erfolgspferd Cira an den Start. 8,6 war Jürgen Strauß und Bettina Mugele – die am Richtertisch Platz genommen hatten – die Runde der aufstrebenden Juniorin vom Burkhardshof wert. Der Sieg war Anna-Lena Kölz nicht zu nehmen.

Mit 8,2 und 8,0 reihten sich hinter der Siegerin Sofie Riester und Chico Blue aus Ichenheim sowie Sowie Nils Karle auf seinem Zeppelin van de Windelsteen ein. Ab 7,8 wurde platziert – das alleine spricht für sich.

Einen besonderen Anreiz auf den Finalsieg schaffte Sinja Brugger, seit zehn Jahren Turnierleiterin in Rindelbach, gemeinsam mit Carsten Röhnert von der Nürnberger Versicherung. Brugger, Eigentümerin von Sattelprofi Brugger, sponsert einen Maß-Sattel für den besten Finalteilnehmer. „Gutes Reiten muss gefördert und unterstützt werden“, begründete die Turniermacherin ihr Engagement.

Aller Ergebnisse vom Wochenende finden sich unter folgendem Link:

http://www.turnier-service-team.de/index.php?id=1705&no_cache=1